2. Newsletter Februar 2026: Kooperativ & Arbeitsteilig

 

Sehr geehrte Mitgestalter:innen und Interessierte,

das ist die zweite Ausgabe unseres neuen Newsletters zur Hochschulstrategie 2040. Sie widmet sich dem Themenschwerpunkt Kooperativ & Arbeitsteilig und damit der Frage: Wie sollen unsere Hochschulen im Jahr 2040 arbeitsteilig kooperieren? Auch diesmal liefern wir mit unseren Beiträgen Denkanstöße und Diskussionsimpulse. Danke u.a. an Martina Lang, Thomas Estermann und Attila Pausits für ihre wertvollen Hinweise.

Wenn Sie inhaltliche Anregungen zur Hochschulstrategie 2040 haben oder eigene Aktivitäten dazu planen, schreiben Sie uns an .

Ihr Team Hochschulstrategie 2040 wünscht Ihnen eine spannende Lektüre.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Der Kontrapunkt von Georg Winckler

Georg Winckler

Brauchen wir 2040 noch 77 Hochschulen? Georg Winckler, der langjährige Rektor (1999-2011) der Universität Wien glaubt nicht. Im Interview für diesen Newsletter sagt er, dass auch halb so viele Hochschuleinrichtungen reichen würden. Winckler plädiert aber nicht nur für die Zusammenlegung von Universitäten, sondern insbesondere auch für die Eingliederung von Forschungseinrichtungen. Was er der AG Kooperativ & Arbeitsteilig für die Erarbeitung der Hochschulstrategie 2040 rät, lesen Sie hier.

Neues Policy Paper zu Hochschulzusammenlegungen: Altrektor Georg Winckler und der Hochschulforscher Hans Pechar haben außerdem beim 40-seitigen Policy Paper mitgewirkt, das Jürgen Janger vom WIFO kürzlich für den FORWIT, den Österreichischen Rat für Wissenschaft, Forschung, Innovation und Technologieentwicklung, zum Thema Hochschulzusammenschlüsse verfasst hat. Lesen Sie mehr.


3+1 Fragen an Martina Lang, Co-Leiterin der Arbeitsgruppe Kooperativ & Arbeitsteilig

Martina Lang Porträt

Martina Lang ist Soziologin und Senior Researcher an der FH Technikum Wien für „Responsible Quantum Technologies“ und resiliente Energiesysteme. Die Co-Leiterin der Arbeitsgruppe zum Schwerpunkt Kooperativ & Arbeitsteilig hat sich als Forscherin viel mit Kooperationen von Hochschulen beschäftigt und dabei auch Studien für das BMFWF verfasst. Wir haben sie gefragt, wie Hochschulen in Zukunft arbeitsteilig zusammenarbeiten sollen, welche Erwartungen sie an die Arbeitsgruppe hat und wie ihre Antwort auf die Hauptfrage zur Hochschulstrategie 2040 lautet: Wozu brauchen wir 2040 (noch) Hochschulen? Das Video sehen Sie hier.


Wissenschaft in Deutschland: Perspektiven bis 2040

Der deutsche Wissenschaftsrat hat ein neues Positionspapier zu Perspektiven zu Wissenschaft in Deutschland bis 2040 vorgelegt. Es rückt die Wissenschaftsfreiheit als zentrales Grundrecht ins Zentrum und zeigt auf, wie das Wissenschaftssystem weiterentwickelt werden sollte, um zum Gemeinwohl und zur Stärkung der Demokratie beizutragen. Szenarien und eine Handlungsagenda skizzieren Maßnahmen für ein glaubwürdiges, international attraktives wie wettbewerbsfähiges und inklusives Wissenschaftssystem bis 2040. Lesen Sie mehr.


Hochschulstrategie Inside

Wir stellen vor das Leitungsteam der Arbeitsgruppe Kooperativ & Arbeitsteilig: Unser Kollege Wilhelm Brandstätter, Leiter der Abteilung I/7 und damit u.a. für die Fachhochschulen und Privathochschulen im BMFWF verantwortlich, Ada Pellert, renommierte Hochschulforscherin und Rektorin der Universität Klagenfurt, sowie Martina Lang, Senior Reseacher an der FH Technikum Wien und Expertin für Kooperationen im Hochschulbereich, leiten diese Arbeitsgruppe. Wer sie sind und wie sie die Zukunft der kooperativen, arbeitsteiligen Zusammenarbeit von Hochschulen bis 2040 sehen, lesen Sie hier.

Arbeitsgruppen starten in Kürze: Die Arbeitsgruppen zu den acht geplanten Themenschwerpunkten der Hochschulstrategie 2040 nehmen derzeit ihre Arbeit auf. Welche das sind, können Sie hier nachlesen. Geplant ist, dass sie in mehreren Sitzungsterminen die wichtigsten Inhalte ihres jeweiligen Themenschwerpunkts bis Ende Juni diskutieren, damit danach mit den redaktionellen Arbeiten am eigentlichen Text der Hochschulstrategie 2040 begonnen werden kann. Beim geplanten Midterm-Talk am 15. Juni in Wien werden die wichtigsten Zwischenergebnisse präsentiert. Wir halten Sie natürlich auch zwischendurch auf dem Laufenden.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Europäische Zusammenarbeit für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Europaflagge

Die Europäische Union sieht Wettbewerb in Wissenschaft und Forschung als wichtigen Hebel für Innovation und damit für Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Sie greift dabei Vorschläge aus dem richtungsweisenden Draghi-Report 2024 auf. Die Forschungsförderung der EU wird daher ab 2028 stärker auf eine sogenannte „Innovationspipeline“ von der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung der Ergebnisse in innovativen Unternehmen ausgerichtet. Zwei Förderprogramme werden dabei maßgeblich sein: Horizon Europe und der European Competitiveness Fund, außerdem die bessere Abstimmung mit den wettbewerbsorientierten Politiken der Mitgliedstaaten. Der Competitiveness Compass legt eine Roadmap mit zahlreichen Maßnahmen vor, die die Wettbewerbsfähigkeit Europas mit Hilfe von Innovation stärken, z.B. EU start-up and scale-up strategy, EU Quantum strategy, AI apply strategy.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Erfolgsmodell European Universities

Logo European Universities

Die European Universities Initiative (EUI) beschreitet neue Pfade, um die Exzellenz in Lehre und Forschung zu steigern sowie die Innovationsfähigkeit des Hochschulbereichs zu stärken. Die 65 European Universities-Allianzen, die seit Start der Initiative 2019 bislang europaweit ins Leben gerufen wurden, wirken tatsächlich wie "Katalysatoren", die die Transformation der Hochschulbildung in Europa und damit auch aller beteiligten 570 Hochschulen in 35 Ländern massiv vorantreiben. Zu diesem Befund kommt der "Report on outcomes and tranformational potential of the European Universities Initiative", den die Europäische Kommission dazu 2025 vorgelegt hat. Lesen Sie mehr.

Damit das so bleibt, müssen rechtliche und bürokratische, vor allem finanzielle Hürden aus dem Weg geräumt werden und vor allem eine nachhaltige, langfristige Finanzierung sichergestellt werden. Derzeit werden die EUI-Allianzen überwiegend über das EU-Programm Erasmus+ finanziert. Die European University Association (EUA) hat deshalb kürzlich Empfehlungen zu "Strategien zur nachhaltigen Finanzierung der European Universities Alliances" veröffentlicht. Lesen Sie mehr.

Österreichische Hochschulen sind erfolgreich an 17 European Universities-Allianzen beteiligt, zwei davon werden sogar von österreichischen Hochschulen koordiniert: die Allianz EURECA-PRO von der Montanuniversität Leoben und die Allianz E3UDRES2 von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Von Strukturreformen bis zu Hochschulfusionen in anderen Ländern

Übersicht über Hochschul-Strukturreformen in Europa: Die EU-Kommission hat 2016 anhand von zwölf Case Studies Strukturreformen in Europa im Hochschulbereich genauer untersucht. Sie reichen von Hochschulfusionen, wie sie in Großbritannien (2002) und Finnland (2007) stattgefunden haben, umfassen aber auch die Einführung von Exzellenzinitiativen (z.B. in Spanien 2008) oder die Etablierung der Fachhochschulen in Österreich (1993). Sie alle haben mit Kooperation und Arbeitsteilung von Hochschulen zu tun. Lesen Sie mehr.

Hochschulfusionen in Europa: Die European University Association hat 2015 erstmals Hochschulfusionen in Europa umfassend untersucht. Der ursprüngliche "DEFINE Thematik Report: University Mergers in Europe" wurde 2019 aktualisiert und beleuchtet insbesondere die weiteren Fusionen in Frankreich, Estland und Griechenland seitdem. Vor allem ist aus diesen Untersuchungen das Tool "University Mergers in Europe" hervorgegangen, in dem man abrufen kann, welche Hochschulfusionen es 2000 bis 2022 gab. Klicken Sie sich durch.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Das sagen Studien

INTERNATIONAL: OECD Policy Paper 2025 zu Policies for transnational collaboration in Higher Education: Die OECD hat Empfehlungen vorgelegt, was getan werden muss, damit transnationale Zusammenarbeit zwischen Hochschulen erfolgreich funktioniert. Darin leitet sie sechs konkrete politische Ansätze ab. Lesen Sie mehr.

DEUTSCHLAND: Durch Kooperation zum Standortprofil: Der deutsche Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung erhoben bereits 2017, wie Partnerschaften von deutschen Universitäten und Fachhochschulen aussehen. In der Studie werden Fallbeispiele angeführt, die dahinterliegende Strategien aufzeigen und Empfehlungen ableiten. Lesen Sie mehr.

NATIONAL: Zukunft Hochschule "Kooperationen.Räume.Perspektiven“: 2022 und 2023 drehte sich das BMFWF-Dialogforum "Zukunft Hochschule" um das Thema Zusammenarbeit und Bildung von nationalen und internationalen Verbünden. Dazu hat das Zentrum für soziale Innovation (ZSI) unter Federführung von Martina Lang eine Studie verfasst samt einer Handreichung für die Einrichtung gemeinsamer Studienprogramme von Fachhochschulen und öffentlichen Universitäten. Beide Dokumente sind hier abrufbar.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Neue Wege der Zusammenarbeit in den Life Sciences in Salzburg

Präsentation Life Science Center Salzburg

Mit dem neuen Life Science Center Salzburg entsteht die erste interhochschulische Organisationseinheit gem. § 20d UG. Dieses gemeinsame Zentrum der öffentlichen Paris Lodron Universität Salzburg und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) begründet eine neue Form institutioneller Zusammenarbeit. Gemeinsames Ziel ist, gesellschaftsrelevante Forschung wie etwa Krebsforschung und Immunologie, Neurowissenschaften und regenerative Medizin voranzutreiben. Deshalb ist es auch ein zentrales Vorhaben des Life-Sciences-Masterplans Salzburg, das gemeinsam mit dem Uniklinikum Salzburg umgesetzt wird. 15 Mio. Euro investieren das BMFWF und das Land Salzburg in der ersten Finanzierungsphase bis 2027. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Gemeinsame Studienprogramme gibt es viele

Dualstudium

Gemeinsame Studienangebote von mehreren Hochschulen sind heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr. Allein an Universitäten traf das im WS 2024/25 auf 132 der insgesamt 1.232 angebotenen ordentlichen Studien zu. Eine besondere Form sind die Joint/Double/Multiple Degree Studien, bei denen sich Hochschulen aus dem In- und Ausland zusammenschließen und gemeinsam nicht nur Lehrveranstaltungen anbieten, sondern auch einen gemeinsamen Abschluss.

Duale Studienangebote sind eine besondere Form von Kooperation zwischen Fachhochschulen (Hochschulen für angewandte Wissenschaften) und Unternehmen. Dabei findet das Studium sowohl im Hörsaal als auch direkt im Unternehmen statt, indem sich Theorie- und Praxisphasen miteinander abwechseln. Derzeit bieten neun Fachhochschulen solche dualen Studiengänge an. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Studieren im Verbund - das neue Masterstudium Psychotherapie

istock_psychotherapie

Wie weit Kooperationen in Lehre und Studium reichen können, zeigt das Lehramtsstudium, das seit mehr als zehn Jahren von zwölf öffentlichen Universitäten und den 14 Pädagogischen Hochschulen für die Sekundarstufe Allgemeinbildung gemeinsam angeboten wird. Dazu haben sich diese in vier Verbünden zusammengeschlossen: Lesen Sie mehr.

Das (ordentliche) Masterstudium Psychotherapie wird ab dem kommenden Wintersemester 2026/27 nach einem ähnlichen, freiwilligen Kooperationsmodell an zehn öffentlichen Universitäten angeboten. Diese haben ein gemeinsames Aufnahmeverfahren entwickelt, nutzen einen gemeinsamen inhaltlichen Rahmen und tauschen sich zu Umsetzung, Lehre und Forschung aus. 15 Mio. als Anschubfinanzierung nimmt das BMFWF dafür in die Hand. Ab 2. März können sich Studieninteressierte für das Aufnahmeverfahren registrieren, ab 8. April startet die Anmeldung für den gemeinsamen schriftlichen Aufnahmetest. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: NAWI Graz und BioTechMed Graz

Logos NAWI plus BioTech Graz

Zwei besondere Good Practice Beispiele gelungener Kooperationen gibt es in Graz:

NAWI Graz: Bereits 2004 haben sich die Universität Graz und die TU Graz zur NAWI Graz zusammengeschlossen, um gemeinsam in sämtlichen Bereichen wegweisend zusammenzuarbeiten. Die interuniversitäre Zusammenarbeit wird von den drei Säulen „NAWI Graz teaching“ (gemeinsame Bachelor- und Masterstudien), „NAWI Graz research“ (gemeinsame Professuren und wissenschaftliche Infrastrukturen) und „NAWI Graz organisation“ (gemeinsamer Lenkungsausschuss und wissenschaftlicher Beirat) getragen. Das derzeit in Bau befindliche Graz Center of Physics wird ab 2030 die sechs Physikinstitute beider NAWI-Graz-Universitäten unter einem Dach vereinen. Lesen Sie mehr.

BioTechMed Graz: Ebenso erfolgreich gestaltet sich die Zusammenarbeit der Universität Graz, der Medizinischen Universität Graz und der TU Graz im Forschungsverbund BioTechMed Graz. Hier steht die Zusammenarbeit in den Bereichen Molekulare Biomedizin, Neurowissenschaften, Pharmazeutische und medizinische Technologie, Biotechnologie und quantitative Biomedizin im Vordergrund. Dazu zählt auch die gemeinsame Nutzung der Biobank Graz, der größten und bekanntesten klinischen Biobank in Europa, die an der Meduni Graz eingerichtet ist. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Supercomputer MUSICA läuft nur in Kooperation

MUSICA-Logo

MUSICA, also Multi-Site Computer Austria, heißt der Supercomputer, der bereits im Testlauf an der TU Wien läuft und derzeit kurz vor der Inbetriebnahme an weiteren Standorten in Linz und Innsbruck ist. Damit entsteht das leistungsstärkste Hochleistungssystem für die österreichische Forschungslandschaft, das über eine Rechenleistung von ca. 40 Petaflops verfügen wird: eine Leistungssteigerung um das Achtfache der bisher schnellsten österreichischen Supercomputer VSC-4 und VSC-5, die gemeinsam eine Leistung von ca. 5 Petaflops erbringen. Diese Leistung ist für die hochkomplexen Rechenprozesse notwendig, die es in der Wissenschaft und der Erforschung komplexer Systeme, aber auch für innovative Quanten- und KI-Forschung und die damit verbundene Lehre braucht. Für eine einzelne Universität wäre der Betrieb eines solchen Supercomputers nicht leistbar. Deshalb sind als Projektpartner:innen neben der TU Wien, der Universität Linz und der Universität Innsbruck auch die Universität Wien, die BOKU und die TU Graz mit dabei. MUSICA wird von Austrian Scientific Computing (ASC), früher bekannt Vienna Scientific Cluster (ASC), betrieben. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Schon 28 MINT-Regionen - und es werden mehr

Logo MINT-Regionen

MINT-Regionen sind regionale Netzwerke, in denen sich u.a. Gemeinden, Städte, Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Vereine, Bildungs- und Jugendinitiativen zusammentun, um gemeinsam MINT-Angebote sichtbar zu machen und auszubauen. Dabei liegt der Fokus auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen. 28 solcher MINT-Regionen in ganz Österreich mit über 850 Partner:innen aus Bildung, Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft, darunter 34 Hochschulpartnerschaften, gibt es bereits. Und es werden künftig noch mehr.

Bis 29. Mai läuft die dritte Ausschreibungsrunde für die Zertifizierung neuer MINT-Regionen. Bewerben können sich klar definierte Regionen, die über ein breit aufgestelltes Netzwerk an MINT- Akteur:innen, eine professionelle Organisation und Koordination, ein gemeinsames Leitbild und eine Strategie mit ausgewiesenem Gender-Fokus verfügen. Einreichungen sind bei der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) als MINT-Regionen Science Hub möglich, die die Initiative im Auftrag des BMFWF mit Unterstützung des BMB, der Industriellenvereinigung, der MINTality Stiftung und dem OeAD umsetzt. Zusätzlich fördert die aws aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich Projekte der MINT Regionen mit bis zu 30.000 Euro. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Innovationshub von EIT Water, eine Kooperation über die Landesgrenzen hinaus

BOKU, TU Wien & TIWAG bauen Innovationshub zu „EIT Water“ auf: Das ALLWATERS-Konsortium mit BOKU, TU Wien und TIWAG (Tiroler Wasserkraft) hat sich beim EIT, dem European Institute of Technology, den Zuschlag für EIT Water gesichert – eine neue Knowledge and Innovation Community (KIC) mit 14-jähriger Laufzeit. Die Initiative vernetzt Forschung, Wirtschaft und Bildung, um Wasserknappheit, Dürren, Überschwemmungen und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu adressieren. Wien wird ab 2026 einer von acht europäischen Innovationshubs, geleitet von BOKU, TU Wien und TIWAG (Tiroler Wasserkraft). Das 3-Säulen-Modell soll Innovationen beschleunigen, Start-ups fördern und Fachkräfte ausbilden. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: TU Austria und Indien

TU-Indien

Es ist ein wegweisendes Kooperationsmodell der TU Austria, des Verbunds der drei österreichischen technischen Universitäten (TU Wien, TU Graz, Montanuniversität Leoben) mit Indien. Es reiht sich hervorragend ein in das EU-Handelsabkommen, das kürzlich mit Indien unterzeichnet wurde. Das Programm "Technological Collaboration for Sustainability between Indian Technical Universities and TU Austria (TCSITAT)" sieht die Bildung strategischer Partnerschaften zwischen den österreichischen TUs und führenden indischen Universitäten vor. Geplant sind u.a. neue innovative Studien- und PhD-Programme, um kluge Köpfe aus Indien nach Österreich zu holen. Es geht um gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung globaler Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Kreislaufwirtschaft, der Ressourcensicherheit, der Energiewende sowie der digitalen Transformation. Insgesamt 5 Mio. Euro stellt das BMFWF den technischen Universitäten dafür bis 2027 bereit. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Erfolgreiche Zusammenarbeit in Citizen Science-Projekten

Henry Sauermann_Citizen Science Austria

Kreisläufe des Wissens lautete das Motto der Österreichischen Citizen Science Konferenz 2026, die von 24. bis 26. Februar an der Montanuniversität Leoben stattgefunden hat. Dabei wurden nicht nur neuerlich spannende Citizen Science-Projekte vorgestellt. Es wurde auch thematisiert, wie man Kooperation und Arbeitsteilung in der Forschungszusammenarbeit mit Bürger:innen und Wirtschaftspartner:innen erfolgreich gestalten kann. Keynote-Speaker Henry Sauermann von der European School of Management Technology Berlin hat gemeinsam mit der Organisationsforscherin Marion K. Poetz von der Kopenhagen Business School das spannende Buch "How and When to Involve Crowds in Scientific Research" verfasst. Darin geht es um die Beteiligung einer Crowd, also einer Menschenmasse, in Forschungsprozessen Lesen Sie dazu mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Zum Nachlesen

Think Beyond Summit 2026: Rund zwei Jahre nach ihrem Start haben die neun Exzellenzcluster, Österreichs größte Forschungsnetzwerke, ihre volle Größe erreicht. Mehr als 1.000 Forschende arbeiten an 18 Standorten in Stärkefeldern der Grundlagenforschung so eng vernetzt wie möglich. Beim dritten Think Beyond Summit, zu dem der Wissenschaftsfonds FWF am 19. Februar in Wien lud, wurde gemeinsam mit den Cluster-Verantwortlichen und den Gästen die erfolgreiche Zwischenbilanz gezogen. Ein Video dazu gibt es auch. Lesen Sie mehr.

Hochschulstrategie 2040: Einheitshochschule vs. differenziertes Hochschulsystem? Das Zentrum für Hochschulrecht (ZHR) der Universität Graz lud namhafte Expert:innen, darunter Attila Pausits, den Leiter des Departments für Hochschulforschung an der Universität für Weiterbildung Krems, oder Heimo Sandtner, Rektor der Hochschule Campus Wien, zur Diskussion darüber, wie einheitlich oder differenziert das österreichische Hochschulsystem im Jahr 2040 ausgestaltet sein soll. Das BMFWF war mit Sabine Koch, Projektkoordinatorin der Hochschulstrategie 2040, vertreten. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung gibt es auch. Lesen Sie mehr.

Hochschulstrategie 2040: Visionen für ein zukunftsfähiges Hochschulsystem in Österreich lautete die Veranstaltung, zu der die Industriellenvereinigung (IV) am 16. Jänner in Wien Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen hatte. Als Ergebnis präsentierte die IV sechs Visionen, darunter jene, Forschungsexzellenz und Technologietransfer durch mehr Profilbildung und strategische Kooperationen stärker ins Zentrum zu rücken. Lesen Sie mehr.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Zum Nachhören

Die Campus Talks by Times Higher Education (THE) reflektieren mit Wissenschafter:innen und Hochschulleiter:innen über die heutigen größten Fragen der Hochschulbildung. In der Folge "How to build mutually beneficial community partnerships" vom 25. März 2022 geht es darum, wie das Kings College London, die University of Chicago und die University of Melbourne erfolgreich zusammenarbeiten. Hören Sie selbst.

Im Apple-Podcast "The Future of Higher Education Today" wird ebenso über die derzeit größten Herausforderungen für Hochschulen diskutiert. In der Folge "How can universities work with partners to create change?" vom 19. März 2025 geben Expert:innen verschiedener britischer Hochschulen Einblicke in Kooperationen ihrer Instiutionen. Die North Wales Medical School at Bangor University tat sich zum Beispiel mit der Cardiff University zusammen, mit dem Ziel, mehr Medizinabsolvent:innen hervorzubringen, die walisisch sprechen, und so die regionale Gesundheitsversorgung zu verbessern. Hören Sie selbst.

The World of Higher Education ist der Podcast von Higher Education Strategies Associates (HESA) und seinem Präsidenten Alex Usher. Die Folge von Mai 2025 beleuchtet die wohl größte Hochschulfusion, die es jemals in Australien gegeben hat: die University of Adelaide und die University of South Australia, die nun seit Jänner 2026 als neue University of Adelaide firmiert. Hören Sie selbst.

Michael Horowitz, Gründer und CEO der Community Solution Education System, spricht sich für radikale Kooperationen aus. Er ist überzeugt, dass traditionelle Hochschulen den Bedürfnissen der Gesellschaft nicht mehr gerecht werden. Vor dem Hintergrund einer lebenslang lernenden Gesellschaft sind Veränderungen und innovative Lösungen gefragt. Hören Sie rein: NACU Podcast: Radical Cooperation in Higher Education | NACU

Der Podcast Campus Europa beleuchtet die European University Initiative und die Hochschulallianzen, die sich dadurch gebildet haben. Die Journalistin Bettina Mittelstraß fragt nach, wie diese Kooperationen funktionieren und wo ihre Ziele und Schwerpunkte liegen. Der Podcast ist auf YouTube, auf Spotify und anderen Kanälen abrufbar. Wählen Sie selbst.

Arqus Knowledge Pills heißt der Podcast der European University-Allianz Arqus, an der neben den Universitäten Granada, Leipzig, Lyon 1, Maynooth, Minho, Padua, Vilnius und Wroclaw auch die Universität Graz beteiligt ist. Ihr Ziel ist es, gemeinsam Forschung, Studium, Lehre und soziales Engagement in einem multikulturellen, multilingualen und inklusiven Europa zu verbessern. Im Podcast kommen Wissenschafter:innen der einzelnen beteiligten Institutionen zu Wort. Hören Sie selbst.


Kooperativ & Arbeitsteilig: Buchtipps & Fachliteratur

Lupe plus Buch

Zum Thema Fusionen von Hochschulen:

Umbach, P. D., & Mathies, C. (2023). Exploring the outcomes of a university merger: The case of Finland’s Tampere University. IIAI Letters on Institutional Research,3. https://doi.org/10.52731/lir.v003.138

Wollscheid S., Røsdal, T. (2021): The impact of mergers in higher education on micro-level processes. A literature review. Tertiary Education and Management, 27, 257–280. https://doi.org/10.1007/s11233-021-09074-4

Curaj A. et al. (2015): Mergers and Alliances in Higher Education. International Practice and Emerging Opportunities, https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-13135-1#bibliographic-information

Zur Hochschulzusammenarbeit & Wettbewerb allgemein:

Maassen, P. et al. (2023): Navigating competition and collaboration – The way forward for universities A research study for the Global University Leaders Council Hamburg 2023, https://koerber-stiftung.de/en/projects/global-university-leaders-council-hamburg/navigating-competition-and-collaboration-the-way-forward-for-universities/

Pühringer S. (2023). Wie viel Wettbewerb wollen wir (uns leisten)? Zur Verwettbewerblichung der Universitäten in Österreich und darüber hinaus, ICAE Working Paper Series - No. 149 - December 2023, https://www.jku.at/fileadmin/gruppen/108/ICAE_Working_Papers/wp149.pdf

Kosmützky, A., Wöhlert, R. (2021): Varieties of collaboration: On the influence of funding schemes on forms and characteristics of international collaborative research projects (ICRPs), https://doi.org/10.1111/ejed.12452

Krücken, G. et al. (2021): Multipler Wettbewerb im Hochschulsystem – Interdisziplinäre Perspektiven und wissenschaftspolitische Implikationen. Das Hochschulwesen 69 (3+4), 90-95., HSW 3+4 2021_HSW 3+4 2021.qxd

Krücken, G. (2021): Multiple competitions in higher education. A conceptual approach. In: Innovation 23 (2), S. 163–181, Multiple competitions in higher education: a conceptual approach: Innovation: Vol 23, No 2


Kooperativ & Arbeitsteilig: Spannende Veranstaltungen

Verleihung des Österreichischen Gründungspreises PHÖNIX 2025 am 12. März, 17:15 Uhr, Industriellenvereinigung Wien: Auch heuer werden wieder die innovativsten Start-ups, Spin-Offs, Prototypenprojekte und Female Entrepreneurs mit dem Gründungspreis PHÖNIX ausgezeichnet, die zeigen, wie erfolgreich der Wissenstransfer in Österreich funktioniert. Die zwölf nominierten Finalteams stehen bereits fest, die alle eine Urkunde erhalten. Aber nur den Sieger:innen winken eine Trophäe und die Möglichkeit zur Teilnahme an einem internationalen oder nationalen Fachevent – vor Ort oder auch digital. Melden Sie sich bis 5. März zur diesjährigen PHÖNIX-Gala an.

Hofo Online: Alex Usher on Global Trends in HE am 17. März, 16-17:30 Uhr: Das Netzwerk Hochschulforschung lädt zum Online-Vortrag des kanadischen Hochschulexperten Alex Usher (Higher Education Strategy Associates, Toronto) über "Changing Aspirations for Higher Education: a global review". Er hat kürzlich den Report "The World of Higher Education. Year in Review 2025" veröffentlicht. Die Anmeldung ist unter möglich.


BMFWF-Veranstaltungen

BMFWF Logo

2. März, 19 Uhr: Preisverleihung Wissenschaftsbuch des Jahres: Die Siegerbücher in den vier Kategorien Medizin/Biologie, Naturwissenschaft/Technik, Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaften und Junior-Wissenschaftsbücher stehen fest: Lesen Sie hier, welche gewonnen haben. Die Preisverleihung durch Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner findet am 2. März in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

12.-15. März: BeSt Wien: Österreichs größte Messe für Beruf, Studium und Weiterbildug findet bereits zum 41. Mal statt. Es gibt wieder mehrere Bühnen, neben der Hauptbühne eine Deep Dive-Bühne und eine eigene der Universität Wien, Messe Wien, Halle C: Lesen Sie mehr.

24. April: Lange Nacht der Forschung in ganz Österreich: Die Lange Nacht der Forschung (LNF), Österreichs größtes Event für Wissenschaft, Forschung und Innovation, findet heuer wieder in ganz Österreich am 24. April 2026 von 17 bis 23 Uhr bei freiem Eintritt statt. Die drei Forschungsministerien BMFWF, BMIMI und BMWET bieten an ihrem gemeinsamen Standort „Forschung im Zentrum“ am Maria-Theresien-Platz in Wien wieder zahlreiche Mitmachstationen und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Das gesamte Programm der LNF gibt es ab 25.3. auf der Website. Hier finden Sie das gesamte Programm zur LNF26.


Frag die KI: Wie sollen Hochschulen 2040 kooperativ und arbeitsteilig zusammenarbeiten?

ChatGPT (Version 5.1) hat auf folgenden Prompt geantwortet: Beantworte die Frage "Wie sollen Hochschulen 2040 kooperativ und arbeitsteilig zusammenarbeiten? Kurz, prägnant und ohne Floskeln. Zweck: Kurzer Newsletterbeitrag, Absender: BMFWF"

Hochschulen in Österreich sollen 2040 in offenen Verbünden zusammenarbeiten: Sie bündeln spezialisierte Forschungsinfrastrukturen, teilen digitale Lernressourcen und entwickeln gemeinsame, modulare Studienangebote mit durchlässigen Übergängen zwischen Institutionen. Gemeinsame Daten- und Qualitätsstandards ermöglichen die koordinierte Bearbeitung gesellschaftlicher Zukunftsfragen. Kooperation wird zum Regelfall, Konkurrenz fokussiert auf Exzellenz in klar definierten Profilbereichen.