6. Newsletter September 2026: Offen & Sozial Gerecht
Sehr geehrte Mitgestalter:innen und Interessierte,
wir hoffen, Sie hatten einen schönen, erholsamen Sommer und melden uns im Herbst mit der nunmehr sechsten Ausgabe unseres Newsletters zur Hochschulstrategie 2040 zurück. Sie bietet eine kurze Vorschau, wie es im Herbst weitergehen wird. Vor allem aber widmet sie sich dem Themenschwerpunkt Offen & Sozial Gerecht und damit der Frage: Wie offen und sozial gerecht sind Österreichs Hochschulen 2040?
Wir danken diesmal insbesondere Anna Dibiasi und Bianca Thaler vom IHS, die uns nicht nur für ein ausgiebiges Interview bereitstanden, sondern uns mit großer Bereitschaft Literaturtipps für diese Ausgabe übermittelt haben. Ein herzlicher Dank geht auch an die ÖH-Vorsitzende Viktoria Kudrna für das ausgesprochen offene Gespräch. Und insbesondere auch an Franziska Lessky und Christina Raab, die uns intensiv und geduldig unterstützt haben.
Wir freuen uns weiterhin über Ihre Nachrichten an und wünschen Ihnen mit dieser Lektüre einen gelungenen Start in den Herbst,
Franziska Lessky und Christina Raab, die beiden Co-Leiterinnen der AG Offen & Sozial Gerecht, sind namhafte Expertinnen, wenn es um die Themen soziale Ungleichheit, Mobilität, aber auch um einen fairen Hochschulzugang geht. Sie sind beide u.a. an der Universität Innsbruck tätig. Lessky ist dort Assistenzprofessorin am Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung, forscht und arbeitet u.a. aber auch am Department of Education an der renommierten University of Oxford. Raab wiederum leitet das Team Lehr- und Lernformate der European University Alliance "Aurora", an der die Universität Innsbruck beteiligt ist. Sie ist außerdem Bologna-Beauftragte und nationale Expertin für den Europäischen Hochschulraum. Im Video-Interview erklären Lessky und Raab, wie sie sich offene, sozial gerechte, diverse und inklusive Hochschulen 2040 vorstellen. Schauen Sie auf unseren YouTube-Kanal.
Das Leitungsteam der Arbeitsgruppe Offen und Sozial Gerecht: Franziska Lessky (Universität Innsbruck, University of Oxford, IHS), Christina Raab (Universität Innsbruck) und Gerald Rauch (BMFWF) stellen sich vor und verraten, wie sie sich offene, sozial gerechte, inklusive und diverse Hochschulen 2040 vorstellen. Lesen Sie hier.
So geht es nun im Herbst weiter: Alle acht Arbeitsgruppen finalisieren im September ihre Arbeitsberichte, sofern sie das noch nicht gemacht haben. Sie bilden die Basis für jene zentralen Diskussionslinien, auf denen die Hochschulstrategie 2040 aufbauen soll. Ein erster Entwurf wird im Laufe des Herbstes vom BMFWF-Redaktionsteam erstellt. Im Oktober und November sind parallel dazu vier regionale Impulsveranstaltungen geplant. Die Details dazu werden derzeit noch fixiert.
Sie haben beide als Studierende begonnen, bei der Studierenden-Sozialerhebung (SOLA) mitzuarbeiten: die Soziologin, Politikwissenschafterin und Sozioökonomin Anna Dibiasi und die Hochschulforscherin Bianca Thaler. Aktuell leitet Dibiasi das Team im Institut für Höhere Studien (IHS), das im Auftrag des BMFWF die aktuelle SOLA 2025 durchgeführt hat. Thaler war diesmal zwar nicht selbst involviert, dafür in zahlreichen früheren SOLA-Durchgängen. Im Interview für diesen Newsletter erklären beide, für wie offen und sozial gerecht sie das österreichische Hochschulsystem aufgrund der umfassenden Datenbasis der SOLA und ihrer vielen Zusatzberichte halten. Und wieso sie es schade finden, dass in der medialen Diskussion immer dieselben Zahlen vor den Vorhang geholt werden. Lesen Sie mehr.
Im April 2026 ist der Kernbericht der SOLA 2025 veröffentlicht worden. Am 3. Juni 2026 wurde er gemeinsam mit den Materialien zur Studierenden-Sozialerhebung dem Nationalrat vorgelegt. Jetzt im Herbst folgt der Zusatzbericht zur Internationalen Studierendenmobilität. Zudem sind weitere Zusatzberichte zur Weiterbildung und zu „Gender und Diversität“ in Ausarbeitung. Lesen Sie die SOLA 2025.
Viktoria Kudrna hat am 1. Juli planmäßig den ÖH-Vorsitz für ein Jahr übernommen. Die 24-Jährige ist seit den letzten ÖH-Wahlen im Mai 2025 Teil der ÖH-Exekutive für die GRAS, die Grünen & Alternative Student_innen. Im Interview, das sie uns für diesen Newsletter gegeben hat, beschreibt sie, wie für sie eine offene und sozial gerechte Hochschule aussieht. Sie erklärt auch, was das mit Studieninformation, Studienbeihilfe und nicht zuletzt mit Demokratie zu tun hat. Denn Kudrna ist Mitglied der AG "Hochschule & Demokratie" und arbeitet direkt an der Hochschulstrategie 2040 mit. Lesen Sie mehr.
Bildung wird in Österreich vererbt. Mit 22 Jahren sind 59 % der Akademikerkinder in einer tertiären Ausbildung, aber nur 11 % jener, deren Eltern höchstens die Pflichtschule abgeschlossen haben. Eine neue IHS-Langzeitstudie zeigt, wo genau sich diese Kluft auftut.
Dafür wurde der Bildungsweg einer vollständigen Schüler:innenkohorte von 85.535 Personen über Verwaltungsdaten vom 6. bis zum 23. Lebensjahr verfolgt. Der Befund: Die Unterschiede entstehen früh und wachsen mit jeder Bildungsstufe. Nach der Volksschule besuchen 65 % der Akademikerkinder eine AHS-Unterstufe, aber nur 11 % der Kinder von Pflichtschulabsolvent:innen; in eine maturaführende Schule gehen später 83 % gegenüber 24 %. Am stärksten wirkt dabei die Bildung der Eltern, deutlich stärker als Migrationshintergrund, Geschlecht oder Wohnort. Lesen Sie mehr.
Wer das Zeug für ein Studium mitbringt, entscheidet sich nicht beim Schulabschluss. Die Hochschulkonferenz (HSK) hat im April 2026 Empfehlungen zum Übergang Schule – Hochschule beschlossen. Studierfähigkeit wird dabei als prozesshaftes und diversitätssensibles Konzept gefasst: als Zusammenspiel individueller Voraussetzungen, institutioneller Rahmenbedingungen und studiengangspezifischer Anforderungen, das nicht mit der Schule endet, sondern an der Hochschule weiterentwickelt wird. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Hochschulforscherin Magdalena Fellner, die an der JKU ihre Dissertation dazu verfasst hat. Darin hat sie nachgezeichnet, wie unterschiedlich Studierfähigkeit über die Hochschulgeschichte hinweg verstanden wurde. Und gezeigt, dass das dahinterliegende Verständnis mitbestimmt, wer überhaupt die Chance bekommt, studierfähig zu werden. Lesen Sie mehr.
Den Austausch zwischen Schulen und Hochschulen forcieren: Der Übergang von der Schule an die Hochschule ist keine Einzelentscheidung, sondern eine systemische Schnittstelle, an der Kompetenzentwicklung, Orientierung, Hochschulzugang und Studienerfolg zusammenlaufen. Die Empfehlungen der HSK verbinden dafür drei Hebel: 1. die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Studierfähigkeit, 2. eine stärker abgestimmte Bildungsinformation und Studienberatung sowie 3. ein evidenzbasiertes Monitoring mit funktionierenden Qualitätskreisläufen. Erfolgsfaktor für die Umsetzung: die Etablierung dauerhafter Austausch- und Rückkopplungsstrukturen zwischen den Bildungsbereichen. Die HSK-Empfehlungen sind auf der BMFWF-Webseite abrufbar.
unidata, das hochschulstatistische Informationssystem des BMFWF, ist am 3. August 2026 nach einem Komplett-Relaunch online gegangen. Seit zwanzig Jahren stellt die Plattform kostenfrei aktuelle und qualitätsgesicherte Kennzahlen zum österreichischen Hochschulbereich bereit und schafft damit eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für Hochschulen und das BMFWF. Sie bilden beispielsweise die Basis für die Leistungsvereinbarungen. Lesen Sie mehr.
Neue Dashboards: Es gibt nun den neuen Bereich „Dashboards": Dort lassen sich zentrale Hochschuldaten erstmals sektorübergreifend abrufen, zum Beispiel zu Studienanfänger:innen, belegten Studien, Studienabschlüssen und Personal, filterbar nach unterschiedlichsten Merkmalen und als Zeitreihe. Daneben wurde die Plattform in Design, Benutzerführung und Barrierefreiheit grundlegend modernisiert. Die Kernfunktionen bleiben erhalten. Dazu zählen sämtliche Auswertungen zu Universitäten, Fachhochschulen, Privathochschulen und Pädagogischen Hochschulen, die dynamisch abfragbar und direkt als Excel-Datei weiterverarbeitet werden können. Auch die statistischen Publikationen des BMFWF stehen wie gewohnt auf unidata bereit. Zur neuen unidata-Webseite.
Wer in Österreich ein Hochschulstudium machen möchte, muss die allgemeine Universitätsreife nachweisen. Meist handelt es sich um eine Matura oder Berufsreifeprüfung. Die Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften lassen auch den Nachweis einschlägiger beruflicher Qualifikationen als Voraussetzung für die Zulassung zu. Lesen Sie mehr.
Es gibt aber Länder, die noch weitergehen: Australische Universitäten setzen etwa auf ein Punktesystem, um gezielt unterrepräsentierte Gruppen an die Hochschulen zu bringen. Dazu vergeben sie uniautonom und ohne bundeseinheitliches Schema zusätzliche „Adjustment Factors", also Zusatzpunkte, wodurch Betroffene im nationalen Australian Tertiary Admission Rank (ATAR) – dem Wert, den Schüler:innen innerhalb ihres High-School-Abschlussjahrgangs erreichen – vorgereiht werden. Lesen Sie mehr.
Die Postleitzahl als Kriterium: Britische Universitäten setzen bei der Postleitzahl an. Liegt der Wohnort laut staatlichem Gebietsindex in einer benachteiligten Gegend oder in einer Region mit niedriger Studierquote, senken sie die Notenanforderungen um ein bis zwei Stufen. Lesen Sie mehr.
In Österreich zählt bereits erworbenes Wissen zumindest im Studium: Seit 2021 können Hochschulen aller vier Sektoren Kompetenzen aus Beruf, Ehrenamt oder Selbststudium nach einer Validierung anrechnen. Möglich sind bis zu 60 ECTS, zusammen mit Anrechnungen aus höheren Schulen bis zu 90 ECTS. Die AQ Austria koordiniert dazu das RPL Network Austria („Recognition of Prior Learning“, also Anerkennung von früher Gelerntem). Lesen Sie mehr.
Seit 2005 dürfen Universitäten in bestimmten Studien Zugangsregelungen erlassen: in Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie Psychologie – jenen Fächern, die in Deutschland vom Numerus clausus betroffen sind – und dort, wo die Nachfrage die Zahl der Plätze stark übersteigt. Genau dieses System wird gerade evaluiert, denn die Bestimmungen der §§ 71a bis 71d UG 2002 laufen mit 31. Dezember 2027 aus, wenn sie nicht verlängert oder adaptiert werden (Sunset Clause). Dasselbe gilt für die Studieneingangs- und Orientierungsphase gemäß § 66 UG. Lesen Sie mehr.
In der Humanmedizin gilt außerdem eine Quotenregelung: 95 % der Studienplätze sind EU-Bürger:innen vorbehalten, davon mindestens 75 % Inhaber:innen österreichischer Reifezeugnisse; 5 % sind gesetzlich nicht geregelt bzw. können für im öffentlichen Interesse gewidmete Studienplätze herangezogen werden. Anlass ist die grenzüberschreitende Nachfrage – in der Psychologie kommt etwa annähernd die Hälfte der Studienanfänger:innen aus Deutschland. Die Quote soll die medizinische Versorgung in Österreich sichern.
Ab dem Wintersemester 2026/27 gilt sie auch für das neue Masterstudium Psychotherapie. Dort führte der Weg in den Beruf bisher über kostenpflichtige Angebote bei Privathochschulen und außeruniversitären Einrichtungen und kostete rund 30.000 bis 60.000 Euro. Nun gibt es ein gebührenfreies öffentliches Masterstudium mit 500 Plätzen jährlich an zehn Universitäten. Absolvent:innen einer in Österreich abgelegten facheinschlägigen Studienberechtigungsprüfung fallen ausdrücklich in die Quote – der zweite Bildungsweg ist damit einbezogen Lesen Sie mehr.
55 % der Studierenden an österreichischen Hochschulen sind laut aktueller Studierenden-Sozialerhebung (SOLA) 2025 sogenannte First-Generation-Students, also die Ersten in ihrer Familie, die studieren. Sie haben typischerweise größere Hürden zu meistern als ihre Kolleg:innen, die aus Akademiker:innenhaushalten stammen.
Die ehemalige ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha ist eine von ihnen. Die Gründerin des Momentum Instituts, die zugleich im Universitätsrat der Universität Wien sitzt, ist selbst ein Arbeiterkind aus Simmering. Ihren Bildungsaufstieg hat sie in einem persönlichen Essay detailliert beschrieben. Sie meint, ihr eigener Aufstieg sei kein Beweis für ein funktionierendes Bildungssystem, sondern für das Gegenteil. Lesen Sie mehr.
Ein Studium, das sich an die Lebensrealitäten der Studierenden anpasst, das bedeutet: Flexible Lehrveranstaltungs- und Prüfungszeiten, ein reduziertes Pensum pro Semester. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner hat das bei ihrer Pressekonferenz am 22. Juni 2026 als eine ihrer hochschulpolitischen Prioritäten genannt.
Neu ist die Debatte nicht. Schon die Erläuterungen zum Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009 sahen Uni-Curricula vor, die „speziell darauf ausgerichtet sind, nicht als Vollzeitstudium absolviert zu werden". Geblieben ist davon § 59 Abs. 3 Universitätsgesetz, ein Melderecht ohne Anspruch. Studienbeihilfe gibt es gem. § 1 Abs. 1 Studienförderungsgesetz nur für Studierende, „die ein Vollzeitstudium betreiben".
In anderen Ländern greifen Studien- und Förderrecht ineinander. In Portugal ist der „estudante a tempo parcial" seit 2003 gesetzlich verankert; die Hochschulen regeln die Bedingungen selbst, müssen die allgemeinen Regeln aber verhältnismäßig anpassen - an der Universität Coimbra zählt ein Teilzeitsemester bei der Höchststudiendauer nur halb. In Luxemburg gibt es die halbe Förderung über die doppelte Studiendauer, bei halbiertem Erfolgserfordernis.
Die Arbeitsgruppe Offen & Sozial Gerecht hat sich die Situation in Australien genauer angesehen. Dort sind 35 % der inländischen Studierenden als Teilzeitstudierende eingeschrieben. Staatliche Unterstützung erhalten sie nicht. Ein aktueller Bericht empfiehlt, das zu ändern. Lesen Sie mehr.
Nach Pandemie und Teuerungswelle hat sich die finanzielle Situation der Studierenden gegenüber 2023 zwar stabilisiert, liegt aber weiterhin unter dem Niveau davor. Rund ein Viertel berichtet laut der Studierenden-Sozialerhebung 2025 von starken finanziellen Schwierigkeiten. Am wenigsten aufschieben lassen sich dabei zwei Ausgabenblöcke: Wohnen und Verpflegung.
Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, zahlten im Sommersemester 2025 durchschnittlich 586 Euro pro Monat für Wohnen und Nebenkosten – gegenüber 2015 ein Anstieg von 51 %. Inflationsbereinigt sind die Kosten seit 2023 kaum gestiegen, mit einer Ausnahme: den Wohnheimen. Laut SOLA hängt das mit der wachsenden Zahl privater, gewerblicher Betreiber:innen zusammen, die höhere Entgelte veranschlagen als gemeinnützige Träger:innen. Mit 501 Euro liegen die Heimkosten inzwischen praktisch gleichauf mit jenen in einer Wohngemeinschaft – im internationalen Vergleich ungewöhnlich. Lesen Sie mehr in der Studierenden-Sozialerhebung 2025.
Das Programm "Mensa 2030" setzt beim zweiten Fixkostenblock, der Verpflegung, an. Teilnehmende Hochschulen stellen sicher, dass ihre Mensabetreiber:innen definierte Qualitätsstandards einhalten, darunter ein gesundes Speisenangebot und dessen nachhaltige Beschaffung. Dafür zahlt das BMFWF einen bestimmten Prozentsatz dazu: Ein reguläres 10-Euro-Menü kostet Studierende dann unter 5 Euro. Die Umsetzung ist für das Wintersemester 2026/27 geplant; an nicht teilnehmenden Standorten bleibt der ÖH-Mensabonus bestehen. Lesen Sie mehr.
Studienabbrüche und Studienwechsel stellen insbesondere an Universitäten ein zentrales Thema dar. Die entsprechenden Quoten liegen zwischen 30 und 50 %, je nach Fach und danach, ob es Zugangsverfahren gibt oder nicht. Entscheidend für viele Abbrüche sind oftmals zu wenig flexible curriculare und organisatorische Studienbedingungen. Das geht aus der Best-Practice-Studie „STOP dem DROPOUT" der WU (Nairz-Wirth et al. 2021) hervor.
Am wirksamsten sind laut der Studie Maßnahmen, die früh ansetzen, teilweise schon vor Studienbeginn: Kooperationen mit Schulen, Brückenkurse, Mentoring und Tutoring, Lerngemeinschaften und die Einbindung in Forschung ab dem ersten Semester. Für die Hochschulen heißt das weniger, einzelne Angebote zu schaffen, als sie miteinander zu verbinden. Lesen Sie mehr.
Besonders betroffen sind nicht-traditionelle Studierende. Sie sind oftmals Mehrfachbelastungen ausgesetzt: verstärkter Berufstätigkeit, Betreuungspflichten gegenüber Familienangehörigen oder finanzieller Benachteiligung. Für späte Abbrüche und lange Studienzeiten macht die Studie außerdem „Job-Outs" verantwortlich, also Abbrüche aufgrund von Erwerbstätigkeit. Ein Befund, der sich mit der Studierenden-Sozialerhebung deckt: Der Studienaufwand sinkt ab elf Wochenstunden Erwerbstätigkeit merklich, und 45 % aller Studierenden arbeiten mindestens in diesem Ausmaß. Lesen Sie mehr.
Die durchschnittliche Studienbeihilfe ist deutlich gestiegen: Von 6.126 Euro im Studienjahr 2020/21 auf 8.211 Euro im Studienjahr 2024/25, also um rund 34 %. Der Anstieg geht auf die Studienbeihilfenreform 2022 zurück. Diese erhöhte die Fördersätze und die Grenzen für das elterliche Einkommen um bis zu 12 %, führte ein modulares Baukastensystem ein, das Alter und Lebensumstände besser berücksichtigt, und brachte die jährliche Valorisierung. Zuletzt stiegen die Sätze mit 1. September 2026 um 2,7 %; die Höchstbeihilfe beträgt damit 1.151 Euro monatlich, die Zuverdienstgrenze für 2026 liegt bei 17.677 Euro. Lesen Sie mehr.
Die Zahl der Bewilligungen lag im Studienjahr 2024/25 bei 41.945, um 1.832 weniger als ein Jahr davor. Als einen Grund für den Rückgang nennen die "Materialien zur sozialen Lage der Studierenden 2026" unter anderem den steigenden Anteil ausländischer Studierender, die keinen Anspruch auf Studienbeihilfe haben. Wie sozial treffsicher die Studienbeihilfe ist, wird derzeit evaluiert; der entsprechende Bericht wird 2027 vorliegen. Lesen Sie mehr.
In Österreich und Deutschland spielt das Elterneinkommen für die Studienbeihilfe eine Rolle. Das liegt am Unterhaltsrecht: Eltern sind auch gegenüber ihren erwachsenen Kindern unterhaltspflichtig, solange diese in Ausbildung sind. Studienbeihilfe und die deutsche BAföG-Förderung sind daher (teilweise) als Ersatz für den elterlichen Unterhalt konzipiert. Lesen Sie mehr.
Anders ist die Lage in den nordischen Ländern und den Niederlanden. Dortbesteht keine Unterhaltspflicht der Eltern für erwachsene Kinder. Dänemark, Norwegen und Schweden gewähren ein Grundstipendium unabhängig vom Elterneinkommen, mit entsprechend hohen Förderquoten. Die Niederlande zahlen zunächst ein Darlehen aus und wandeln es nur bei rechtzeitigem Studienabschluss in einen Zuschuss um.
Der Anteil der Studierenden mit studienerschwerenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist stark gestiegen: Knapp 24 % gaben bei der SOLA-Befragung 2025 eine derartige Beeinträchtigung an, eine Verdoppelung des Anteils gegenüber 2019. Hochgerechnet sind das rund 74.500 Studierende. Kein anderer Wert der Studierenden-Sozialerhebung hat sich in diesem Zeitraum so stark verändert.
Das lässt sich vor allem auf gestiegene psychische Erkrankungen zurückführen: 15 % der Studierenden geben eine derartige Erkrankung an. Sie sind für 47 % der Betroffenen die am stärksten studienerschwerende Beeinträchtigung. Eine Depression nennen 9 % aller Studierenden, eine Angststörung 6 %, AD(H)S 5 %, weit überwiegend fachlich diagnostiziert. Der Bericht führt den Anstieg vor allem auf die Pandemie zurück; ein hochschulspezifisches Phänomen ist er nicht. Wie die Studienautorin Anna Dibiasi vom IHS die Entwicklung einordnet, lesen Sie im Interview in dieser Ausgabe. Lesen Sie mehr.
Die Unterstützungsangebote erreichen diese Gruppe nur zum Teil: 70 % der Studierenden mit studienerschwerender Beeinträchtigung kennen die Service- und Beratungsstellen ihrer Hochschule nicht. Die Psychologische Studierendenberatung haben 9 % aller Studierenden im Lauf ihres Studiums jemals genutzt. Lesen Sie mehr in der Studierenden-Sozialerhebung 2025.
Ein weiterer Aspekt sind Diskriminierungserfahrungen, 2023 erstmals erhoben. 30 % aller Studierenden fühlten sich im Studium schon einmal in Bezug auf mindestens eines der abgefragten Merkmale diskriminiert. Unter Studierenden mit einer Behinderung berichteten 26 % von einer Diskriminierung aufgrund der Beeinträchtigung. Lesen Sie mehr im Zusatzbericht zur SOLA 2023.
Erhoben wird seit 2023 auch das allgemeine Wohlbefinden. 46 % der Studierenden weisen ein reduziertes Wohlbefinden auf – im Vergleich aller EUROSTUDENT-Länder liegt Österreich damit knapp unter dem Durchschnitt von 48 %. Deutlich ist der Zusammenhang mit der sozialen Herkunft: Unter Studierenden, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss haben, sind es 53 %, bei akademisch gebildeten Eltern 44 %.
In Österreich hat die soziale Dimension in der Hochschulbildung einen hohen Stellenwert. Seit 2017 eine eigene Strategie dazu. Sie verfolgt das Ziel, diverse gesellschaftliche Gruppen gleichermaßen an Hochschulbildung teilhaben zu lassen - beim Zugang, im Studium und beim Abschluss. Messbar macht sie das anhand von neun quantitativen Zielen mit Zielwerten. Ein Relaunch der Strategie ist im Laufen und soll 2027 abgeschlossen werden.
Grundlage dafür sind neben der Evaluierung der Wirkungen der bisherigen Strategie zahlreiche partizipative Veranstaltungen, die seit Jahresbeginn 2026 durchgeführt werden: Bisher trafen sich die Expert:innen zu folgenden Themen „Wir verändern etwas: Inklusive (Willkommens-)Kultur an Hochschulen“ an der Universität Salzburg, „Bildungskette“ an der Pädagogischen Hochschule Wien und „Ergebnisse der Studierenden Sozialerhebung 2025“ an der Hochschule Campus Wien. Für den Herbst 2026 und das Frühjahr 2027 sind weitere Veranstaltungen geplant bei denen u.a. Mental Health bei Studierenden in den Blick genommen wird. Fixtermin ist auch die jährliche Vernetzungskonferenz, die am 3. November 2026 an der Universität Wien stattfinden wird.
Durch die bisherige Strategie ist an den Hochschulen Vieles in Bewegung gekommen – bspw. wurden Informationsangebote neu gestaltet, Unterstützungsmaßnahmen zu Studienbeginn deutlich ausgebaut, Peer-Beratung forciert, Outreach-Formate geschärft, etc. Was oft noch fehlt, sind Analysen darüber, wie wirksam und nachhaltig die zahlreichen, oft projektförmig organisierten Maßnahmen sind und zu welchen positiven Änderungen sie führen. Lesen Sie mehr zur Nationalen Strategie und zu deren Evaluierungen.
Die Umsetzung der Strategie erfolgt durch die Governance-Instrumente des Ressorts: über den Gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan, den Fachhochschulentwicklungs- und Finanzierungsplan und vor allem über die Leistungsvereinbarungen zwischen Bund und Universitäten. Dort ist sie finanziell hinterlegt: Das Universitätsgesetz erlaubt es, bis zu 0,5 % des Globalbudgets einzubehalten und erst auszuzahlen, wenn die Umsetzung der Ziele und Vorhaben zur sozialen Dimension nachgewiesen ist. In der laufenden Periode 2025 bis 2027 umfasst dieser Budgeteinbehalt rund 67 Millionen Euro. Lesen Sie mehr zu den Leistungsvereinbarungen.
Wer fängt Studierende auf – bei der Studienwahl und bei psychischen Belastungen? Österreich hält dafür ein dichtes Beratungsnetz bereit. Die wichtigsten Anlaufstellen im Überblick:
studienwahl.at bietet Informationen über 2.500 Studiengänge aller österreichischen Hochschulen und unterstützt so bei der Studienwahl.
Studieren Probieren:ein Programm der ÖH, bei dem man in echten Lehrveranstaltungen sitzt. Die ÖH betreibt zudem eine eigene Studienplattform.
Psychologische Studierendenberatung: Studieninformation, Studienwahlberatung sowie Hilfe bei Prüfungsangst, Stress, Einsamkeit und Geldsorgen. Kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym: in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Salzburg sowie per Online-Chat.
Ombudsstelle für Studierende berät und vermittelt bei Fragen und Problemen rund ums Studium, kostenlos und vertraulich.
Studienbeihilfenbehörde: Sechs Stipendienstellen beraten zur finanziellen Unterstützung; dort stellt man auch den Antrag auf Studienbeihilfe.
ÖH-Helpline vermittelt gemeinsam mit dem Verein für Psychotherapie rasch niederschwellige Hilfe.
Die PIAAC-Erhebung 2022/23 hat einen unbequemen Befund geliefert: Die Lesekompetenz Erwachsener in Österreich ist binnen elf Jahren deutlich zurückgegangen und liegt mit 254 Punkten unter dem OECD-Durchschnitt von 260. Aufschlussreich ist der Zusammenhang mit der Weiterbildung: Wer geringe Lesekompetenz hat, nimmt deutlich seltener daran teil,16,6 % gegenüber 41,1 %. Weiterbildung erreicht also am seltensten jene, die sie am dringendsten bräuchten. Lesen Sie mehr.
Genau dort setzt Level Up – Erwachsenenbildung an, die seit 2012 bestehende Länder-Bund-Initiative. Sie umfasst zwei Bereiche: Basisbildung und das Nachholen des Pflichtschulabschlusses, beides unentgeltlich. Lesen Sie mehr.
Auch höhere Qualifikationen, insbesondere Studienabschlüsse, können im Laufe des Lebens erworben werden. Die hochschulische Weiterbildungwurde 2021 bzw. 2024 reformiert; seit 1. Oktober 2023 sind Weiterbildungsstudien in die Bologna-Struktur eingegliedert. Abschlüsse tragen den Zusatz „(CE)" für Continuing Education, verankert wurden auch Bachelorstudien zur Weiterbildung, die alternative Zugänge zu hochschulischer Bildung ermöglichen. Ein Masterabschluss aus einem Universitätslehrgang ermöglicht seither grundsätzlich ein Doktoratsstudium. Lesen Sie mehr im Handbuch Wissenschaftliche Weiterbildung (kostenpflichtig).
Kürzere Formate rücken parallel in den Blick: Microcredentials sind Nachweise über Lernergebnisse aus weniger umfangreichen Lerneinheiten, im Umfang von 3 bis 15 ECTS. Sie tragen dazu bei, bislang unterrepräsentierte Gruppen anzusprechen. Lesen Sie mehr.
Der strategische Rahmen fehlt derzeit: Die letzte Strategie „LLL:2020" stammt aus Juli 2011 und formulierte Ziele bis 2020. Eine Nachfolge ist im Regierungsprogramm vorgesehen, die Vorarbeiten für den Start des Erarbeitungsprozesses laufen bereits. Lesen Sie mehr.
Können Algorithmen blinden Menschen Grafiken erschließen, Untertitel gehörlosen Studierenden Vorlesungen öffnen? KI erzeugt Bildbeschreibungen für Screenreader, überträgt Vorlesungen live in Text und verdichtet Fachtexte in einfache Sprache. Sie arbeitet aber nicht fehlerfrei und bleibt Assistenz – kein Ersatz für menschliche Kontrolle. Verzerrte Trainingsdaten können vorhandene gesellschaftliche Biases und damit Diskriminierungen reproduzieren. Lesen Sie mehr.
KI verlangt kein Attest und ist rund um die Uhr verfügbar. Nutzer:innen müssen ihren Assistenz- oder Unterstützungsbedarf nicht offenlegen. Darin liegt zugleich das Risiko: Wenn Studierende sich selbst helfen, erfährt die Hochschule nicht, dass die Barrierefreiheit ihrer Angebote nicht gewährleistet ist. Und das, obwohl Hochschulen zu Barrierefreiheit und Gleichstellung verpflichtet sind.
Vom Digital Divide zum AI Gap: In den 1990er Jahren ging es um die soziale Frage, wer Zugang zu einem Computer und später zum Internet hat. Heute verschiebt sich der Fokus weg von den Geräten hin zur KI-Kompetenz. Sie hängt mit Bildung, Einkommen und Herkunft zusammen. Lesen Sie mehr.
Menschen mit Behinderungen müssen einbezogen werden und mitgestalten, damit KI zum wirksamen Werkzeug wird, in Entwicklung, Test und Verbesserung. Ihre Erfahrung ist kein Sonderfall, sondern der Ausgangspunkt von Inklusion. Lesen Sie mehr.
Die zentralen Ergebnisse der Studierenden-Sozialerhebung waren Thema der Vernetzungskonferenz zur Sozialen Dimension, die am 7. Juli an der FH Campus Wien stattgefunden hat. Dabei ging es insbesondere um die Situation der unterrepräsentierten Gruppen von Studierenden sowie die Studierendengruppen mit spezifischen Bedürfnissen. Lesen Sie mehr.
Die Governance in Zeiten des Unplanbaren – Serendipität. Strategie. Hochschulgovernance lautete das Thema der „Hochschulgespräche 2026", die am 9. September stattfanden. Gastgeberin war diesmal die Universität für Weiterbildung Krems. Dabei wurde intensiv darüber diskutiert, wie Hochschulen in einer immer komplexeren, unsicheren Welt handlungsfähig bleiben können. Zum Beispiel durch mehr Kooperation und Zusammenarbeit. Die Ergebnisse sollen als „Kremser Thesen" veröffentlicht werden. Lesen Sie mehr.
Die Technology Talks Austria 2026 drehten sich diesmal um „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future". Entscheidungsträger:innen aus Wissenschaft, Politik und Industrie diskutierten am 10. und 11. September im Museumsquartier Wien, wie aus europäischer Forschungsexzellenz eine technologische Führungsrolle, industrielle Stärke und Resilienz entstehen können. Lesen Sie hier mehr.
Die jüngste Ausgabe unseres BMFWF-Science Talks am 14. September widmete sich dem Lebenslangen Lernen und der Frage „Wie und wozu lernen Menschen im Verlauf ihres Lebens?" Im Kuppelsaal der TU Wien diskutierten Karin Gugitscher, Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung, Angelika Hrubesch, lernraum.wien, Institut für Mehrsprachigkeit, Integration und Bildung (VHS) sowie Peter Schlögl, Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Universität Klagenfurt. Lesen Sie mehr.
Hörsaal ohne Barrieren (2024), eine achtteilige Serie von Studierenden der Universität Innsbruck über das Studium mit Autismus, mit Mobilitäts-, Seh- und Höreinschränkungen, mit ADHS und mit psychischen Erkrankungen. Jede Folge liegt auch in Leichter Sprache vor. Hören Sie hinein.
An der Quelle, Folge 16: Was Bildungssysteme voneinander lernen können (Oktober 2025), der Wissenschaftspodcast der Universität Wien. Die Bildungsforscherin Barbara Schulte erklärt, warum Bildungschancen so stark vom Elternhaus abhängen. Hören Sie hinein.
Prüfungsangst (März 2025), eine Folge des Podcasts der FH Technikum Wien. Wie sich Prüfungsangst zeigt und wie die Beratungsstelle Studierende begleitet – unter anderem mit simulierten Prüfungssituationen. Hören Sie hinein.
Quarks: Bildungsgerechtigkeit. Können wir alles erreichen? (2026), ein Podcast des WDR. Und was hat es mit klebrigen Decken und klebrigen Böden auf sich? Hören Sie hinein.
Barrierefrei aufgerollt: Studieren mit Behinderung (2022), ein Podcast des Vereins BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben. Alles Wissenswerte für Studierende mit Behinderung. Hören Sie hinein.
Promoting fairer access to higher education (2019), ein Vortrag der Soziologin Vikki Boliver, Durham University. Sie zeigt, dass Zulassungsanforderungen für benachteiligte Bewerber:innen gesenkt werden können, ohne dass diese im Studium scheitern. In englischer Sprache. Hören Sie hinein.
Steiner, M. (2026). The role of school composition in educational attainment: evidence from Austrian register data. British Journal of Sociology of Education. https://doi.org/10.1080/01425692.2026.2649228
Thaler, B. (2026). The impact of prior education on student success in higher education: how do different school types influence success in different fields of study? European Journal of Higher Education, 16(1), 23–41. https://doi.org/10.1080/21568235.2025.2462119
Binder, D., Haag, N., & Thaler, B. (2025). Study or Work? The Impact of Social Background and Unemployment Rates on the Decision of Vocational High School Graduates in Austria. Social Inclusion, 13, Article 9772. https://doi.org/10.17645/si.9772
Studienverlauf, Studienaufwand und Abbruch
Kulhanek, A., & Thaler, B. (2026). Just a phase or quiet quitting? Exploring low study activity among university students. Journal of Further and Higher Education. https://doi.org/10.1080/0309877X.2026.2651730
Soziale Dimension als Politikfeld
Torotcoi, S. (2020). What Does It Take to Build a Social Dimension Strategy? A Cross-Country Comparative Analysis of Romania and Austria. In A. Curaj et al. (Hrsg.), European Higher Education Area: Challenges for a New Decade (S. 161–176). Springer. Open Access. https://doi.org/10.1007/978-3-030-56316-5_12
Crosier, D., & Haj, C. M. (2020). Evolving Social Dimension of the European Higher Education Area. In A. Curaj et al. (Hrsg.), European Higher Education Area: Challenges for a New Decade (S. 147–160). Springer. Open Access. https://doi.org/10.1007/978-3-030-56316-5_11
Holmén, J. (2022). The autonomy of higher education in Finland and Sweden: global management trends meet national political culture and governance models. Comparative Education, 58(2), 147–163. https://doi.org/10.1080/03050068.2021.2018826
Cook-Sather, A., & Matthews, K. E. (2023). Practising Student Voice in University Teaching and Learning: Three Anchoring Principles. Journal of University Teaching and Learning Practice, 20(6). https://doi.org/10.53761/1.20.6.2
Zur hochschulischen Weiterbildung und zum lebensbegleitenden Lernen
Fellner, M., Pausits, A., Pfeffer, T., & Oppl, S. (Hrsg.) (2022). Validierung und Anerkennung non-formal und informell erworbener Kompetenzen an Hochschulen. Rahmenbedingungen, Erfahrungen und Herausforderungen. Studienreihe Hochschulforschung Österreich, Band 3. Waxmann. Open Access. https://doi.org/10.31244/9783830994701
Fellner, M., Pausits, A., Pfeffer, T., & Oppl, S. (Hrsg.) (2025). Anerkennung und Validierung non-formalen und informellen Lernens an Hochschulen. Orientierung in einem komplexen Feld. Studienreihe Hochschulforschung Österreich, Band 7. Waxmann. Open Access. https://doi.org/10.31244/9783830999959
17. September: Die ÖAW lädt zur öffentlichen Keynote über "Wissenschaftsfreiheit zwischen Moral und Moralisierung" ein, die Caspar Hirschi, Historiker an der Universität St. Gallen, im Rahmen einer internationalen Konferenz im Festsaal der ÖAW in Wien hält. Beginn: 18 Uhr.
22. September:"KI für die Wissenschaften: Auf dem Weg zum Verständnis", Robert Müller, Professor für Maschinelles Lernen (BIFOLD & TU Berlin), wird im Rahmen einer ÖAW-ISTA Lecture die Rolle von Methoden der Künstlichen Intelligenz in den Wissenschaften beleuchten. Beginn: 18 Uhr, ÖAW
15.-17. Oktober: Die BeSt Klagenfurt bietet einen Überblick über Berufs- und Bildungswege, mit interaktivem Rahmenprogramm. Donnerstag und Freitag 9 - 17 Uhr, Samstag 9 - 15 Uhr, Messe Klagenfurt, Eintritt frei.
17.-30. September: MS Wissenschaft in Österreich - das schwimmendes Science Center mit Exponaten zum Ausprobieren und Mitmachen. Krems, Tulln, Korneuburg, Wien.
23. September: 13. AQ-Austria Jahrestagung zum Thema "Internationale Kooperationen und hochschulsiche Qualität", 10-16:30 Uhr, University of Applied Science St.Pölten (USTP)
Wir haben wieder ChatGPT (Version 5.4) befragt. Prompt: "Beantworte die Frage "Wie offen und sozial gerecht sind Österreichs Hochschulen 2040? Kurz, prägnant, ohne Floskeln. Zweck: Kurzer Newsletterbeitrag, Absender: BMFWF"
Das ist die Antwort:
Österreichs Hochschulen 2040 sind offener als heute: breitere Zugänge, flexiblere Studienwege, mehr digitale und berufsbegleitende Angebote. Soziale Gerechtigkeit ist sichtbarer, weil Herkunft, Einkommen oder Wohnort den Bildungsweg weniger stark begrenzen sollen. Entscheidend bleibt aber, ob Unterstützung, Finanzierung und Betreuung tatsächlich alle erreichen - nicht nur auf dem Papier.